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Bericht von der STEWA – Wanderer


Freitag – 21.05.2010

Wir treffen uns um 15 Uhr in Heilbronn am Hauptbahnhof und los geht’s mit dem Zug Richtung Ulm. Unterwegs noch Debbi, Evi, Thomas und Raffi aufgegabelt und dann in Amstetten ausgestiegen. Ja los geht’s, wir wandern zum ersten Platz. Wir kommen dabei an einigen Wiesen vorbei mit so allerhand Essbarem, das auch gleich probiert wird, und weiter geht's. Nach einem Marsch von ca. 8 km kommen wir dann am besagten Platz an. Jetzt heißt es erst mal auf Klaus warten, der mit dem Begleitfahrzeug und dem Zubehör zum Biwakaufbau kommt. In der Zwischenzeit verputzen wir unser Vesper, sammeln Bau- und Brennholz und lernen schräge Sprüche und Zungenbrecher, wie: „Der bullige Bär in Birnen beißt, der bärtige Bauer Bernhard heißt.“ Als Klaus dann endlich eintrifft bauen wir erst mal schnell unsere Biwaks auf, 5 an der Zahl, und bringen unsere Sachen rein. Als wir damit fertig sind ist es dann doch schon recht spät geworden und wir gehen nach einer gemeinsamen Andacht mit Ronald, bei der wir uns alle in Debbi und Inkens Biwak zwängen, jeder in die eigenen Schlafsäcke.

Sabbat – 22.05.2010

Wir beginnen den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück am Lagerfeuer. Danach haben wir gemeinsam mit Debbi unseren Gottesdienst in dem wir alle kreativ werden dürfen. In 2 er oder 3 er Grüppchen aufgeteilt, überlegt jeder ein kleines Anspiel zu dem Gleichnis von Jesus über den Sämann, der seinen Samen auf guten Boden, unter die Dornen, auf den Weg und auf Steinboden wirft. Die anderen Gruppen müssen dann erraten, wo bei dem Menschen im eigenen Anspiel der Same hingefallen ist. (Matthäus 13:1-9, 18-23)
Nach dem Gottesdienst fangen wir mit den gemeinsamen Essensvorbereitungen fürs Mittagessen an. Es soll Pizzataschen geben, also Debbi ans Teigkneten, und schön das Feuer geschürt um gute Glut zu bekommen. In der Zwischenzeit bereiten Michi und Evi alles für unseren Nachmittagskuchen vor, der muss natürlich erst gebacken werden. Also erst den Teig vorbereiten, den Topf ausstaffieren mit der Backform und außen schön mit Schmierseife einreiben, und rein mit dem Teig in die geölte Alubackform.
So, jetzt erst mal Pizzataschen schlemmen, die schmecken auch wirklich gut. Dann den Kuchen in den „Ofen“ und abwarten. Den Nachmittag verbringen wir mit Kupp spielen, auf Bäume klettern, im Gras liegen, singen und Gebannt spielen. Oh, schnell den Kuchen aus dem Ofen, sonst verbrennt er noch. Ah, grad noch rechtzeitig. Jetzt noch schnell die Glasur und fertig ist unser Sabbat-Nachmittag-Marmorkuchen.
Nach Abendessen und einer Andacht mit Niels geht’s wieder, diesmal etwas früher, in die Schlafsäcke, morgen wandern wir nämlich wieder weiter.

Sonntag – 23.05.2010

Aufstehen, einpacken, frühstücken, Biwaks abbauen, und los geht’s. Erst mal vorbei am Haus des Ortsvorstehers, dem wir den tollen Platz für unser erstes Wochenende zu verdanken haben. Wir überreichen ihm ein kleines Dankeschön. Und weiter geht's Richtung Radelstetten.
Unterwegs stoßen wir auf eine „Raupenstraße“. Zur Mittagspause treffen wir an ausgemachter Stelle Klaus und nach einem ausgiebigen Auftanken und Ausruhen in der Sonne vespern wir gemeinsam. Leider müssen wir dann den Niels zurücklassen, da es ihm gesundheitlich nicht gut geht. Also: „10 kleine Pfadfinder die wanderten ein Stück, den einen holt der Husten ein, da waren's nur noch 9.“ Das letzte Stück nochmal mit Elan denn am Platz soll's ein paar Überraschungen geben. Als wir ankommen sehen wir's schon, wir treffen auf unsere Radler, die schon, zusammen mit Klaus und Niels, dem es schon wieder besser geht, an der Laichinger Tiefenhöhle auf uns warten. Dort hat es auch einen Spielplatz und heute Abend soll es Pfannkuchen zum Essen geben. Also schnell die Planen gespannt und ein Iglu aufgebaut, alle Schlafsachen hingerichtet und ab, entweder auf die tollen Bäume dort, die sich hervorragend zum Klettern eignen oder auf den Spielplatz. Derweil wird der Teig für die Pfannkuchen vorbereitet und die Feuerstelle in Beschlag genommen. Und zum Fest des Tages weihen wir dann auch noch unsere neue Wikingerpfanne ein, mit der das Pfannkuchen backen einfach Spaß macht und super funktioniert. Nach einer gemeinsamen Andacht mit Debbi, heute als Gesamtgruppe Heilbronn, geht’s für eine weitere Nacht in die Schlafsäcke, auch morgen warten wieder ganz tolle Ereignisse auf uns.

Montag – 24.05.2010

Nach dem Aufstehen erfahren wir eine weitere Überraschung, wir gehen in die Höhle. Aber leider müssen wir uns davor von Raffi verabschieden, der heute zu seiner eigenen Gruppe (Isny) geht, na ja wir sehen uns ja in 2 Tagen schon wieder auf dem Abschlusslager.
So jetzt geht’s in die Höhle, wir bekommen eine Führerin zugeteilt und legen uns die Gamaschen über die ohnehin schon nicht mehr sauberen Hosenbeine an, aber das kann ja nicht schaden. Und rein geht’s erst mal steil runter, durch größere Hallen, trockene und feuchte Gänge, vorbei an „Blumenkohltropfsteinen“ und tiefen bzw. hohen Schächten. Alle wieder oben angekommen sind wir besonders stolz auf Michi, der in der Höhle seine Höhen- bzw. Tiefenangst bezwungen hat! Jetzt wird noch schnell alles eingepackt und abgebaut. Aber bevor es weiter geht, gibt es erst mal noch Eis für die ganze Gruppe. Wir lassen die Radler zurück und wandern los zum nächsten Platz. Erst mal durch Laichingen durch, wo wir wegen des Pfingstmarktes einen kleinen Umweg in der Stadt gehen müssen. Wir wandern bergauf, bergab, stillen Nasenbluten und versuchen einander zu verkuppeln. Ein ganzes Stück weiter treffen wir dann wieder auf Klaus um gemeinsam zu Vespern, wurde aber auch Zeit wir sind ja alle schon total ausgehungert!
Nach der Mittagspause geht’s dann noch ein Stück weiter durch's „Nasenloch“ und zu einer Quelle, an der wir dann erst mal Rast machen. Dort treffen wir auf die Mühlacker und Freudenstädter Pfadis, planschen im Wasser, waten im Matsch und braten am Feuer Äpfel. In der Zwischenzeit sind Andrea und Thomas losgegangen um ein Stück weiter bei Klaus am Auto, die Utensilien für's Abendessen zu holen. Als die 3 zusammen zurück kommen, machen wir erst mal Abendessen auf dem Feuer. Heute gibt es Thunfischspaghetti bzw. Spaghetti und Tomatensoße. Nach der Abendandacht startet das größte Abenteuer dieses Tages, eine Nachtwanderung von ca. 1,5 km bis zum Auto. Dort angekommen breiten wir nur noch hinterm Auto, am Rand des Parkplatzes, auf einem Stück Wiese, unsere Planen aus und fallen in die Schlafsäcke.

Dienstag – 25.05.2010

Als wir am Morgen aufwachen erleben wir eine Überraschung. Über Nacht haben wir Zuwachs bekommen. Unsere Radler haben sich bei Nacht bzw. wohl in der Dämmerung still und heimlich zu uns gesellt! Das entlockt dem ein oder anderen beim Aufwachen doch ein deutliches „Hä?“ und eine fragende Miene.
Aber die Radler verlassen uns auch schon vor dem Frühstück wieder, wir werden sie ja eh später am Tag wieder treffen.
Nach Frühstück, einpacken und gemeinsamer Andacht geht unsere Tour zu Fuß weiter, allerdings heute nicht all zu weit, nur ca. 1,5 km bis zum Freibad in Wiesensteig, wo wir wieder auf den Rest unserer Truppe treffen. Jetzt geht’s auf jeden Fall erst mal ins Freibad, Planschen, Schwimmen, Sonnen, Duschen, ....
Nach ausgiebigen 3 h im Bad machen wir uns dann alle frisch geduscht, erholt aber trotzdem irgendwie fertig, wieder auf die Socken. Während die Radler die ganzen 8 km selber fahren, nehmen wir Wanderer für die ersten 6 km den Bus von Wiesensteig nach Deggingen. Von da aus dann zu Fuß noch das letzte Stück bis zum Platz am Schafhof. Dort angekommen treffen wir zu unserer Überraschung nicht nur auf die Gruppe aus Tübingen, die am gleichen Platz angefragt hat, sondern auch auf die Bietigheimer. Aber die Wiese ist ja groß genug und auch wir Heilbronner finden noch ein nettes Eckchen, wo wir unsere Iglus und Biwaks aufstellen.
Im Lauf des Nachmittags fahren am Platz einige andere Gruppen bzw. Leiter mit Autos vorbei. Kein Wunder wir sind ja direkt an der Zufahrtsstraße zur Nordalb dem Abschlusslagerplatz. Das macht uns aber auch ein wenig Sorgen, da wir aus den letzten Jahren gelernt haben. Die letzte Nacht vor dem Abschlusslager ist auch immer die Nacht des „Überfallens“ und des „Wimpelklaus“ und wir sind ja dieses Jahr wirklich auf dem Präsentierteller, also sollten wir eine Nachtwache organisieren. Gesagt, getan und mit den anderen Gruppen abgesprochen. Wir teilen uns also die 3 Schichten mit Bietigheim. Die Nacht und die Gruppen können kommen. Aber erst nach dem Abendessen, das traditionell aus Pizza besteht und nach langem Warten kommt die dann auch im Auto angefahren, aus Deggingen, frisch gebacken extra für uns. Die dann noch von jedem individuell mit Knoblauch, Zwiebeln, Pilzen, Oliven, Thunfisch o. ä. verziert wird, hmm lecker! Und die armen Bietigheimer müssen uns zuschauen, wie wir genüsslich unsere Pizza verspeisen, na ja wir wollen ja nicht so sein und geben ein wenig ab. Nachdem dann alle fertig sind, spielen wir noch ein paar Runden unser traditionelles „Pizzaschachtelspiel“. Nach gemeinsamem Lieder singen, dem Genuss von Pfefferminztee, aus frischen Pfefferminzblättern und Andacht geht’s dann wieder in die Zelte bzw. Biwaks für eine letzte Nacht vor dem Abschlusslager. Für einige von uns ist diese Nacht etwas kürzer, aber leider oder zum Glück hat sich die Nachtwache eigentlich nicht gelohnt, außer Regen besucht uns in der Nacht keiner.

Mittwoch – 26.05.2010

Der Tag an dem wir endlich aufs Abschlusslager wandern ist angebrochen, also wieder Frühstücken, Sachen packen und die tropfnassen Zelte abbauen und los geht’s. Die Radler sind natürlich schneller und werden oben auf uns warten, denn jetzt geht’s erst mal nur bergauf; na ja wir wollen schließlich auf die Nordalb. Aber nach ein paar Stunden haben dann auch wir Wanderer auf die kreativste Weise, wie z. B. rückwärts den Berg hoch, weil da die Blasen nicht so schmerzen und mit Gesang, den anstrengenden Aufstieg geschafft und Treffen am Eingang zum Lager auf unsere Radler. Jetzt kommt eine der besten Zeiten auf der STEWA: Der Einmarsch auf das Abschlusslager. Wir haben's geschafft, aber bevor wir mitten im Lager sind hört man von uns erst mal nichts, aber dann 1, 2, 3: „Ibi Cha Ibi Cha Ibi Cha Cha Cha Mamba Ole!“ Die Heilbronner sind da! Und mit einem Lauten „Jeder Pfadi unsrer Gruppe ist glücklich, jeder Pfadi ist voll gut drauf, jeder Pfadi auf der STEWA ist glücklich, jeder Pfadi ist voll gut drauf ...“ laufen wir noch das letzte Stück bis zu unserem Platz, wo wir dann schnellstmöglichst unsere Zelte aufbauen, dieses Jahr im Unterlager 4 (ULA 4).
Das Abschlusslager hat begonnen!

Mittwoch (26.05.2010) – Sonntag (30.05.2010)

Wir sind auf dem Abschlusslager, haben eine super Gemeinschaft in unserem Unterlager 4 mit den Göppingern, Calwern, Heidelbergern, Mannheimern, Ludwigsburgern, Murrhardtern und Isnyern, da entsteht die eine oder andere neue Freundschaft, und alte vertiefen sich und natürlich entstehen auch neue Lieder.
Wir hören super Ansprachen von Baraka Muganda, dem Weltbeauftragten für Jugendarbeit der Freikirche der Siebenten Tags Adventisten, der extra auf unsere STEWA gekommen ist. Und natürlich auch die größeren (Scouts, ab 16 J.) erleben super Ansprachen mit Hartmut Behnke. Wir bauen Türme, Spielgeräte, Brücken, gehen von Lager zu Lager, probieren deren Seilbahnen, Kletterwand, Karussel und Mittagessen. Wir Spielen Geländespiele und feiern Geburtstag, die STEWA wird doch dieses Jahr 20. Wir erleben einen super bunten Abend im Großzelt und zur Feier des 20. Geburtstags der STEWA zum Abschluss noch eine Feuershow mit anschließendem Feuerwerk.
Nach abschließendem Fahneneinholen, Verabschieden und Zelte abbauen, geht’s dann mit Auto, Bus oder Fahrrad und Zug wieder zurück nach Hause nach Heilbronn, wo unsere Eltern schon auf uns warten.
Das war sie unsere STEWA 2010 die 20 ste. Eine super schöne Zeit, mit toller Gemeinschaft untereinander, Spaß und geistlichem Input!
Leider schon vorbei, aber wie heißt es doch so schön: „Nach der STEWA ist vor der STEWA.“ Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Evi Wobser
Letzte Änderung: 29.06.2010 - 19:47:47
 
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